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11.01.2018

Logistikmitarbeiter wird abgelöst durch Transportroboter

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Logistikmitarbeiter wird abgelöst durch Transportroboter

Es wird Sie nicht überraschen: Für die Herstellung unserer hochwertigen Schneckenförderer werden viele Teile benötigt. Unser ehemaliger Logistikmitarbeiter Arie sorgte dafür, dass jeder in der Produktion über die für die Arbeit benötigten Teile und Werkzeuge verfügte. Aber dann ging Arie in den wohlverdienten Ruhestand. Was jetzt?

In der Regel ist der Ruhestand eines Mitarbeiters für ein Unternehmen recht gut absehbar. Wir hatten also genügend Zeit, uns über einen Nachfolger Gedanken zu machen; gemäß unserer Firmenphilosophie: „Automatisieren, wo möglich, und Handwerk wo nötig“.

Kraftprotz
Auf der Suche nach dem optimalen Roboter stießen wir schon schnell auf den MiR 100. Dieser verfügt über eine Ladefläche von 660 x 800 mm und eine maximale Tragfähigkeit von 100 kg. Zudem beträgt die Zugkraft dieses Roboters 300 kg. Das Fahrzeug hat eine Geschwindigkeit von 5,4 km/h und kann 20 km mit einer Akkuladung zurücklegen. So bleibt es den gesamten Arbeitstag mobil.

Anlaufschwierigkeiten
Der neue Arie brauchte etwas Zeit, um sich an seinen neuen Arbeitsplatz zu gewöhnen. So verwechselte er z. B. anfänglich die Rohrleitungen im Gang mit einer Wand und blieb stehen, weil er nicht mehr weiter wusste. Zudem störten ihn niedrige Sonneneinstrahlung oder Wasserpfützen in der Fabrik. Durch eine Anpassung der Sensoren und Scanner wurden diese Probleme behoben.

Nicht mehr wegzudenken
Mittlerweile sind einige Monate vergangen und ist Arie gut integriert. Er holt Teile aus dem Zentrallager und bringt sie zur Dreherei und zum Sägewerk, transportiert Transportdokumente vom Büro zum Logistiktresen und die Teile unserer Schneckenförderer zwischen den verschiedenen Arbeitsplätzen.

Ringverkehr
Arie wurde als eine Art „Ringlinie“ eingerichtet und fährt automatisch von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz. An jedem Arbeitsplatz hupt er einmal und anschließend hat der Mitarbeiter ca. zehn Sekunden Zeit, um etwas in seine Ablage zu legen oder herauszunehmen. Anschließend fährt Arie weiter zur nächsten Haltestelle.

Bedienung über Touchscreen
Jede Werkbank verfügt über einen Touchscreen. So können unsere Mitarbeiter Arie über das WLAN-Netzwerk aufrufen. Arie unterbricht dann seinen Ringverkehr, um direkt zum betreffenden Arbeitsplatz zu fahren. Der Mitarbeiter kann dann das zu transportierende Teil in die Transportkiste legen und den Namen des Empfängers auf dem Touchscreen markieren. Nach Ablieferung der Bestellung nimmt Arie den Ringverkehr wieder auf.

Unentbehrlich
Wir haben unsere Mitarbeiter schon früh in die geplante Einführung des Transportroboters mit einbezogen. Das hat zu seiner Akzeptanz beigetragen. Für manche ist er sogar bereits unentbehrlich. Anfänglich kam Arie manchmal noch abhanden. Darin unterscheidet er sich nicht einmal so sehr von seinem Vorgänger, wurde gescherzt. Manche Mitarbeiter behaupteten sogar, dass Sie nicht mehr ohne ihn auskommen und nicht mehr weiterarbeiten könnten.

  Kurzbericht Eingetragen: 11.01.2018     Update: 15.01.2018       Besucher: 257  

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